Freundschaftsgeflecht

Gestern Abend bin ich spontan noch zu S. und C. gefahren. Ich war ziemlich kaputt vom Wochenende und hab mir Leute um mich rum gewünscht, die ich gern habe. Bei ihnen daheim kuschelten wir uns zu dritt ins Bett und schauten Filme auf Netflix. Mit den beiden zu kuscheln ist voll schön, weil man sich überhaupt nicht wie das dritte Rad am Wagen fühlt, obwohl die zwei ja verheiratet sind. Mal lag S. in der Mitte, mal ich, mal C. Es war so warm, dass wir im Laufe des Abends alle noch unter die Dusche stiegen. Ich liebe die Dusche bei ihnen daheim, das ist so eine ebenerdige Regenwasserdusche, wo das Wasser so von oben kommt. Mega schön. Nur das Shampoo mag ich nicht. Nächstes mal bring ich welches mit und deponier es da.

Bei S. und C. daheim zu sein fühlt sich ein bisschen an wie bei der eigenen Familie zu Besuch zu sein. Man wohnt da nicht, aber man fühlt sich so wohl, dass man sich benimmt, als würde man da wohnen. Es ist alles total unkompliziert mit den beiden. C. hab ich in letzter Zeit als Freundin total in mein Herz geschlossen, und S. ist einfach super sympathisch. Ich mag die beiden.

Wir schliefen alle schlecht. Es war viel zu warm und S. schnarchte manchmal. C.’s Wecker klingelte als erstes, weil sie zur Arbeit musste. Die zwei standen zusammen auf, und ich blieb noch im Bett liegen und drehte mich nochmal rum. Ich wusste nicht mehr richtig, ob S. auch los musste, oder heute frei hatte. Aber ich hoffte, dass er nochmal zum Kuscheln zurückkam.

Tat er dann auch. Er küsste mich. Ich mag das Gefühl, wie sein Bart meine Lippen kitzelt, wenn wir rumknutschen. Der Mann küsst tatsächlich sehr gut. Er fuhr mit seiner Hand über meine Arme, meine Hüften, meinen Po. Ich glaube, er war echt ein bisschen nervös. Irgendwann fuhr seine Hand unter mein Höschen. Er streichelte und fingerte mich zum ersten Orgasmus. (Anm.: Ich frage mich immer, ob die Leute das bei mir merken, wann die Orgasmen losgehen und wann sie aufhören? Ich muss das erforschen.) Ich spürte seine steife Palme unter den Boxershorts. Wir zogen uns aus. Ich hatte unglaublich Lust, ihn oral zu verwöhnen. Brachte meine Haare irgendwie unter Kontrolle und legte los. Er fing an zu stöhnen. Ach, ich liebe das, wenn Männer nicht so ruhig beim Sex sind! Ich legte mich auf den Rücken und er revangierte sich. Oooohja. Ich weiß nicht, wie viele Orgasmen ich in der Zeit hatte, als er mich leckte und fingerte, aber ich weiß, dass jeder einzelne unendlich lang und intensiv war. Ich war unglaublich feucht. Ich bin eigentlich nicht so der Morgenmensch. Entweder ich hab morgens gar keine Lust, oder ich komme nicht so richtig in Fahrt, werde nicht richtig feucht, oder genieße den Sex einfach nicht so. Aber der Mann machte das echt gut. Er streifte sich ein Gummi über und fing an, mich langsam zu vögeln. Sein Penis fühlte sich unglaublich gut an. Ich glaube er musste sich ziemlich konzentrieren, nicht sofort zu kommen. Ich versuchte, meine Beckenbodenmuskulatur während des Orgasmus entspannt zu lassen. Beim ersten mal schaffte ich das. Aber als ich das zweite mal sehr heftig kam, krampfte ich total zusammen und dann war’s auch um S. geschehen. Er gab nochmal Gas, und die Wellen meines Orgasmus wurden nochmal stärker. War echt schön mit ihm.

Ich erzählte, dass ich gerne mal mit C. schlafen würde. Er verriet mir, dass C. daran auch Interesse hätte, weil sie gerne mal probieren möchte, wie das mit einer Frau so ist. Ich hatte mir das zwar schon gedacht, aber irgendwie bin ich bei C. sehr zurückhaltend. Mal sehen, was so passiert. Irgendwann sind wir so Hippies, bei denen jeder mit jedem schläft. Wär doch schön! Ob das auf die Dauer gut gehen kann?

Er fragte mich, ob ich etwas frühstücken wolle (Familiengefühl ist wieder zurück). Ich schlug dankend ab, aber fragte nach einem Kaffee. Er: „Kaffee oder Cappuccino?“ Ich: „Kommt drauf an, ob ihr eine Pflanzenmilch dahabt?“ Er: „Na klar. Mandelmilch oder Mandel-Dinkelmilch.“ Hachja. Das Leben ist so viel schöner, wenn man sich mit Gleichgesinnten umgibt.

Wir setzten uns an den Küchentisch, tranken Kaffee und quatschten noch fast eine Stunde lang, bevor ich mich auf den Weg nach Hause machte. S. ist echt super sympathisch. Er hat so ein bisschen was von dem Schwiegersohn, den sich die Mütter für ihre Töchter wünschen würden. Er ist total gut erzogen, höflich, einfühlsam. Ein durchweg lieber Mensch.

Ich freu mich schon auf Mittwoch, wenn wir alle zusammen kochen. V. wird auch mitkommen. Wird sicher ein netter Abend, und ich bin überzeugt, dass C. und V. sich unglaublich gut verstehen werden.

Bis bald,

Eure Clara

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