Der ejakulierende Porzellanladen

Nach der wunderbaren Nacht mit N., C. und S. frühstückten wir morgens alle zusammen. Es gab Pfannkuchen, frische Brötchen, vegane Aufstriche, Obst, Sojajoghurt, viel Kaffee, Säfte. Alles was das Herz begehrt eben. Dann chillten wir noch eine Weile auf dem Sofa und C. und S. backten einen Streuselkuchen. F. schrieb mir, ob ich Lust hätte zum Gado Gado vorbeizukommen. Ich dachte, das wäre ein Codewort für Sex, aber dann stellte sich heraus, dass das eine indonesische Mahlzeit ist, wie anscheinend vegan ist. Noch mehr Essen. Aber warum nicht.

Ich fuhr N. nach Hause und dann zu mir und legte mich erst mal eine Stunde schlafen. In der Nacht zuvor hatte ich ja nicht sooo viel Schlaf bekommen. Dann zog ich mich um und fuhr zu F. Der hatte schon Hunger und stand schon in der Küche, als ich kam. Ich schnippelte das Gemüse, er machte den Rest. Er hatte so Hunger, dass er fast schon etwas cranky wurde, aber es war noch ok. Gado Gado ist einfach eine riesige Menge an unterschiedlichem gedünstetem Gemüse mit Reis und der Gado Gado Soße, was eine süßliche Erdnusssoße ist. Hat sehr lecker geschmeckt, aber wir hatten etwas zu viel Gemüse geschnippelt und waren danach total vollgefressen.

Ich schlug vor einen Film zu schauen. Wir kuschelten uns auf sein Bett und schauten Häppchenweise, der erste Film von den Machern von Schnick Schnack Schnuck. In dem Film wurden drei Männer und drei Frauen in einen Raum eingeladen, die einen Abend zusammen verbrachten. Es wurde zusammen getrunken und gegessen, alle lernten sich kennen. Dann wurde eine Art Flaschendrehen gespielt, bei der die Flasche gedreht wurde und derjenige, auf den die Flasche zeigte, musste eine Karte ziehen. Es gab drei verschieden Stapel mit unterschiedlich schlüpfrigen Fragen und Aufgaben. Dabei waren so Fragen wie „Was ist deine wildeste Fantasie?“ oder „Hast du einen Fetisch?“ und Aufgaben wie „Küsse einen Mitspieler deiner Wahl so, dass dieser nicht mehr aufhören möchte.“ oder „Beschreibe, wie du am liebsten deine Brustwarzen stimuliert bekommst, und wähle einen Mitspieler aus, der dies umsetzt.“ Im Prinzip war der Film ein Experiment ohne Drehbuch. Das war auch das spannende dabei. Es passierte nicht so viel wie bei Schnick Schnack Schuck, aber alles war spontan und weil die jeweiligen Menschen eben in dem Moment Lust darauf hatten.

Gegen Ende des Film fingen wir an, uns zu streicheln. Ich streichelte seinen Oberkörper und später auch seine Beine. Er hatte voll den Steifen, ich fand’s voll geil. Ich massierte ihn durch seine Chino hindurch. Öffnete seinen Gürtel und zog ihm die Hosen aus (Inzwischen tragen ja auch Männer die Hosen so eng, dass Hosen Ausziehen total die Akrobatikübung geworden ist. Entweder man macht es selbst und sieht dabei total bescheuert aus, oder man streckt die Beine in die Luft und der andere zieht einem Hosenbein nach Hosenbein dieses Ungestühm aus. Immer wieder ein lustiger Moment.). Mit dem Mann sind so Filme voll der Selbstläufer. Ist eh klar was danach passiert, da muss ich mich gar nicht anstrengen. Er ist so leicht zu haben, ich find das wunderbar. Ich verstehe auch nicht, warum so viele Menschen auf zurückhaltende Frauen stehen. Ist doch bescheuert, das als Errungenschaft anzusehen, wenn man die dann ins Bett bekommen hat. Im Endeffekt zählt doch, wie das war, was passiert ist, nachdem die Zurückhaltung überwunden war. Ist doch viel besser, wenn einfach alle sagen, was sie wollen. Und leichter und einfacher für alle. Es macht doch niemanden interessanter, wenn man rätseln muss. Aber vielleicht bin ich dafür auch einfach zu ungeduldig.

Wir küssten uns. F. massierte meine Brüste, irgendwann fuhr seine Hand unter meinen BH und er zwickte mir hart in meinen Nippel. Kniff ihn, drehte an ihm, alles ein bisschen härter. Ich kam ziemlich schnell davon und stöhnte währenddessen laut auf. Setzte mich auf und zog mir langsam mein Oberteil und meinen BH aus, während ich ihm in die Augen sah. Ich fühle mich zur Zeit so unglaublich wohl in meiner Haut. Das führt nicht nur dazu, dass ich noch mehr Lust auf Sex habe als eh schon, sondern auch, dass ich den Sex mehr genießen kann, weil ich mich total wohl fühle mit mir selbst und keine Scheu habe, meinen Körper zu zeigen, wie er ist. Klar hab ich Dellen in meinem Po, aber ich mag diesen runden, großen Po trotzdem total. Und klar ist mein Bauch groß, wenn ich viel gegessen hab, aber dann ist das eben so. Ich mag meine Brüste total, die Größe passt total zu meinen restlichen Proportionen und sie fühlen sich toll an. Ich mag meine muskulösen Beine, ich mag meine Füße (Gruß an M.!). Ich liebe meine langen Haare, ich habe reine Haut wie nie und meine Haut strahlt total (kommt sicherlich vom guten Sex und dem gesunden Essen), ich mag meine Augen, meine Sommersprossen, meinen Mund. Ich finde, ich habe eine sexy Ausstrahlung.

Ich zog F. sein Oberteil aus und küsste seinen Oberkörper entlang. Biss ihm sanft durch seine Boxershorts hindurch in seinen Penis, knabberte ein bisschen rum. Roch ihn. Ich zog ihn komplett aus. Küsste seine Lenden, seine Schamgegend, machte seinen Penis feucht und fing an ihm einen zu blasen. F. fing sofort an zu stöhnen und sein Teil wurde noch härter. Oralsex macht einfach unglaublich Spaß.

F. zog mir meine Jeans aus und dann mein Höschen. Fing an mich zu lecken. Wenn mich jemand leckt kann ich immer gar nicht so genau beschreiben, was die da jetzt eigentlich machen. Aber es hat sich auf jeden Fall sehr gut angefühlt und ich bin sicher zweimal gekommen bevor ich den ersten Finger in mir hatte. Und ich war wieder feucht wie der Atlantik (N. hatte gestern gesagt, dass er den Ausdruck „feucht wie der Atlantik“ in seinen normalen Redegebrauch aufgenommen hat, nachdem er das so oft in meinem Blog gelesen hat. Ich beeinflusse hier die deutsche Sprache!). F. fuhr immer wieder mit seinen Fingern vom Kitzler über meine nasse Spalte zum Anus und wieder zurück, bis alles einfach feucht und glitschig war. Endlich schob er mir seine Finger tief in meine Möse und fing sofort an, mich hart zu fingern. Immer wieder an meinen G-Punkt zu stoßen. Er änderte immer wieder die Geschwindigkeit, die Tiefe, die Bewegungen in mir, rieb mal zusätzlich mit dem Daumen meine Klitoris. Ich kam so oft und so heftig, dass ich irgendwann eine Pause brauchte. Anscheinend hatte ich zwischedrin ein bisschen ejakuliert, denn unter mir war sein Bettlaken total nass. Ich hatte das aber gar nicht so richtig mitbekommen, was neu ist. Eigentlich spüre ich das voll. Aber wahrscheinlich war ich in dem Moment voll von dem Orgasmus davongetragen. Und es war auch nicht so viel. Aber es war geil und F. fands voll gut, dass das mal mit ihm geklappt hat endlich. Wir machten kurz Pause, F. streichelte währenddessen sanft meine Möse.

Ich setzte mich auf und beugte mich nochmal über sein Teil. Nahm ihn nochmal in den Mund und brachte ihn mit langsamen Bewegungen dem Orgasmus näher. Aber ich wollte noch nicht, dass er kam. Ich wollte ihn noch in mir spüren. Er zog sich ein Kondom über, ich stieg auf ihn und setzte mich auf sein Teil. Dieses erste Eindringen ist immer wieder ein geiles Gefühl. Ich wollte ihn eigentlich reiten, aber er zog mich an sich und rammelte mich von unten, hart und schnell. Er fand das so geil, dass er innerhalb kürzester Zeit richtig heftig kam. Vorher schwoll sein Penis nochmal mehr an und wurde noch etwas härter und pochte, ich kam mit ihm mit. Wir fingen beide voll an zu lachen, weil er so schnell gekommen war. Mit ihm ist das echt ein Dilemma, es macht so Bock ihm einen zu blasen, aber wenn man davon zu viel macht, dann kommt er später beim Geschlechtsverkehr echt schnell. Ist aber nicht schlimm. Ich find’s eher lustig, weil er, wenn er’s geil findet, sich einfach echt nicht zurückhalten kann und dann richtig heftig kommt. Ich find’s geil, dass er so hemmungslosen Sex haben kann.

Wir lagen noch ein bisschen im Bett rum und redeten über den weiteren Verlauf des Abends. F. wollte auf ein Sommerfest von so einem Verein, der immer wieder Technoparties verantstaltet gehen, aber hatte gerade überhaupt keine Lust, das Haus zu verlassen. Er schlug vor, ein bisschen Alkohol zu trinken, dann würde er sicher Lust bekommen. Also machten wir eine Flasche Rotwein auf und saßen uns auf sein Sofa und quatschten. Ich wollte mich noch mit einer Freundin treffen, aber die sagte ab, weil sie zu müde war und einfach nur noch schlafen wollte. F. fragte mich, ob ich mit auf das Sommerfest kommen wolle und ich sagte zu. Also tranken wir noch ein Gläschen und gingen dann los. Wir sollten dort Freunde von ihm treffen, mit denen er öfter mal feiern ging und mit denen er hin und wieder Teile einschmiss. Ich war ziemlich gespannt, was das für Menschen waren. Die waren angeblich über 40 und das, was F. bisher so über die erzählt hatte, war echt komisch teilweise. Also mal sehen. Ich warnte F. vor, dass ich total schüchtern bin, wenn ich auf Freunde von Freunden treffe oder allgemein so Gruppen kennenlernen muss. Da kommt es schon mal vor, dass ich einen komplette Abend gar nichts sage. Er solle das also nicht falsch interpretieren.

Das Sommerfest stellte sich dann eher als kleine Open Air Party heraus im Innenhof eines Jugendzentrums, die Location war total irre. Die Musik war eigentlich auch nicht schlecht. Ein bisschen langweilig, aber nicht schlecht. Ich wurde seinen Freunden vorgestellt, die (auch) ein Pärchen waren. Ich umarmte beide. Das mache ich inzwischen bei jedem, egal welches Alter, weil ich das Gefühl habe, dass die Leute offener mit einem umgehen, wenn man so schonmal gezeigt hat, dass man nicht so spießig ist und sich die Hände schüttelt. Klingt bescheuert, ist aber wirklich so. Probiert’s aus! Ich frage mich, als was er mich eigentlich sieht. Bin ich für ihn eine Freundin? Eine Affaire? Ein Fuckbuddy? Ich weiß auch nicht, was er seinen Freunden über ich erzählt hatte, aber ich wüsste es gern. Insbesondere die Frau behandelte mich mit dem gewissen Interesse, das man sonst an den festen Partnern eines Freundes zeigt. Ich war so schüchtern wie immer, sagte relativ wenig. Die Frau suchte ein paar mal das Gespräch mit mir, fragte mich, wie ich die Musik fand, in welche Clubs ich sonst gerne gehen würde. Irgendwann sagte sie, dass sie ja voll direkt wäre und so, aber das auch süß wäre, wenn man so schüchtern ist wie ich. F. meinte nur, dass ich ja sonst ganz anders wäre. Ich fühlte mich echt ein bisschen, als wäre ich mit meinem neuen Freund auf einer Familienfeier. Total verrückt. F. war an dem Nachmittag und Abend ungewöhnlich nett zu mir. Er provozierte mich fast gar nicht, gab sich total Mühe mit mir. Suchte auf dem Sommerfest sogar meine Nähe, sowohl auf der Tanzfläche als auch, als wir einfach bei den Leuten dabeistanden. Ich fand’s total schön mit ihm da.

Auf dem Weg zum Fest hatte ich Bauchschmerzen bekommen, weil ich den ganzen Tag über viel zu wenig Wasser getrunken hatte. Also gingen wir zur Bar und ich kaufte mir ein Wasser. Exte den halben Liter. F. hat total gelacht, als er das gesehen hat. Ich stampfte die Flasche demonstrativ auf die Bar, während ich dem Barkeeper ins Gesicht grinste, und der fing auch an zu lachen und brachte mir die nächste Flasche. Die trank ich draußen, während wir bei den anderen standen. Als auch die leer war, ging ich nochmal zur Bar und der Barkeeper wollte mir direkt die nächste Flasche Wasser hinstellen, aber ich verlangte nach einem Bier. Der kannte mich nun schon. Als ich später zum vierten mal an die Bar ging, stand ich neben einem super süßen brünetten Kerl mit Vollbart. Er war offensichtlich vor mir dagewesen, aber ich strahlte den Barkeeper mit so einem breiten Lächeln an, dass er den Kerl total vergaß und mir mein nächstes Bier brachte. Ich schaute dem Bartmann in die Augen und sagte kokett: „da hab ich mich wohl vorgedrängelt.“ Er bejahte und lächelte mich an. Ich sagte, dass das wohl an den langen Haaren liegen muss, dass ich bevorzugt behandelt wurde, und er antwortete: „Vielleicht auch an deinem schönen Lächeln.“ Oooh. Ich strahlte ihn an und verschwand zurück zu F.

Später standen wir auf der Tanzfläche und die Freunde von F. kamen nochmal her, um sich zu verabschieden. Die Frau lud mich ein, mal bei denen zum Essen vorbeizukommen. Ich sagte „ja, sehr gerne“, dachte mir aber, dass der Schlag Mensch mit meiner Ernährungsweise eh erst mal total überfordert wäre. Ich erzählte F. davon und er lachte nur und sagte genau dasselbe. Aber mal sehen, die sehe ich bestimmt wieder.

F. und ich blieben noch bis Mitternacht, bis zum Schluss des Fests. Die Musik wurde auch noch besser. Wir tanzten, tranken  noch ein Bierchen. Irgendwann kam so ein Mädchen mit einem Tiegel voll Glitzer zu mir und fragte, ob ich Glitzer wolle. Ich bejahte natürlich. Sie beglitzerte meine Wangen und meine Augenlider. Dann ging sie zu F. und beglitzerte seinen Bart. Ich fand die Idee so geil von ihr, ich hätte sie am liebsten abgeknutscht. F.’s Bart glitzerte jetzt total, wenn er sich bewegte. Das sah so unglaublich cool aus. Ich meine, ich finde den Mann ja eh total attraktiv, vor allem sein Gesicht, aber diese glitzernde, schwule Party-Einhorn-Version von ihm war irgendwie noch geiler. Er kam beim Tanzen immer wieder zu mir, fasste mir mal an den Arm, hielt mal meine Hand, tanzte sogar mal mit mir, wobei ich das total affig finde, aber mit ihm macht es irgendwie Spaß, und er fing immer an zu strahlen und zu grinsen, wenn ich ihm in die Augen schaute. Fuck man, ich war total verknallt. Dabei wollte ich ein bisschen emotionale Distanz zu dem Mann halten. Klappt nicht so gut, wenn der cool ist und nett zu mir ist und ich Spaß mit ihm habe. Wir küssten uns auf der Tanzfläche. Küssten uns, während wir um die Wette glitzerten, die Diskolichter flimmerten, der Techno dröhnte und um uns alles tanzte.

Auf dem Heimweg fragte ich ihn, ob bei mir schlafen wolle. Er sagte nein, ohne weiter zu erklären, warum er lieber zu sich gehen wolle. Ich war enttäuscht und hatte das Gefühl, ihm nicht wichtig zu sein. Ist doch viel schöner, zusammen in einem Bett zu schlafen, jemanden zum Kuscheln dazuhaben, morgens nebeneinander aufzuwachen. Warum wollte er das nicht? Ihm war das anscheinend egal, dass ich mir das wünschte. Dieses Gefühl, zusammen feiern zu gehen und dann aber alleine nach Hause zu gehen ist total ätzend. Als wäre ich ein einsamer Single. Er meinte, ich wäre ja ein Single, bis ihm V. einfiel. Äh hallo? Selbst, wenn V. nicht wäre, würde ich mich nicht als Single fühlen. Ein Single ist für mich jemand, der keinerlei Beziehung führt. Ich finde schon, dass F. und ich eine Art von Beziehung führen. Vielleicht keine, in der man sich sagt, dass man sich liebt und romantische Dinge miteinander tut, aber wir schreiben fast jeden Tag miteinander, sehen uns ein bis zweimal die Woche, haben Spaß miteinander, tollen Sex, und wir reden über persönliche Dinge miteinander und erzählen uns einen Großteil dessen, was in unseren Leben passiert. Ich würde F. schon als einen meiner Partner bezeichnen. V. ist für mich eine feste Freundin, in die ich verliebt bin. F. ein fester Partner, für den ich Gefühle habe, aber nicht so innige wie für V. Und dann gibt es eben noch diverse Freunde, mit denen ich Sex habe oder auch nicht. Aber nee, ich bin nicht mehr Single. Und ich gehe nicht gerne nach Hause. Und war in dem Moment verletzt. Ich schrieb ihm das auf dem Heimweg (Dass mich in den Dunkelheit auch noch zwei betrunkene Männer anmachten und mir eine Zeit lang folgten machte die Sache nicht besser), und er erklärte, dass er einfach gerne in seinem eigenen Bett schlafen würde und das nicht heißen würde, dass ich ihm nicht wichtig sei. Ich fand zwar seine Ausdrucksweise nicht sonderlich nett, aber fühlte mich etwas besser. Sagte, dass es ja ok sei, wenn er zu sich wolle, aber dann könne er ja wenigstens erklären, warum, anstatt nur nein zu sagen (insbesondere sollte der Kerl inzwischen ja mal mitbekommen haben, dass ich das brauche, um mich gut zu fühlen. Ich bin halt keine Selbstbewusstseinsbombe, die immer so von sich überzeugt ist, dass sie nicht das Gefühl bekommt, unwichtig zu sein. Sorry.). Ob man sagt „Nee ich hab kein Bock“ oder „Nee ich hab kein Bock, weil dasunddas, aber lieb, dass du fragst“, macht nen Unterschied. Wie’s mich nervt, dass der Mann einfach nicht kommunizieren kann! Und dann sagte er, dass sich das natürlich netter anhören würde, aber er würde ja nicht im Porzellanladen arbeiten. Wtf. Der Satz macht mich heute noch wütend.

Auf jeden Fall brauchen selbstbewusste Menschen wie ich Liebe. Wenn jemand kalt zu mir ist, dann trifft mich das genauso wie jeden anderen. Und auch ich mache mir Gedanken, manchmal zu viele. Und auch auf mich muss man Rücksicht nehmen. Und es ist mein gutes Recht, das einzufordern, immer wieder. Ich glaube, dass ich mit F. noch einige Gespräche über Kommunikation haben werde, sicherlich auch einige Streitereien. Aber ich glaube, dass es das wert ist. Abgesehen von der Kommunikation ist er nämlich ne coole Socke, die ich echt gern habe.

Heute morgen ging ich mit V., C. und S. auf einen veganen Brunch. Wir trafen dort mein langweiliges Date vom Donnerstag, der glücklicherweise nicht das Bedürfnis hatte, sonderlich lange mit mir zu reden, und eine Freundin von mir, die ich mal über N. kennengelernt hatte. Total die lustige. Die Frau hat echt Pfeffer im Hintern. Zieht jetzt in ihr Gartenhaus ohne fließend Wasser und Strom, einfach weil. Weil sie Bock auf das Experiment hat und grad Single ist und so Minimalistenzeug cool findet. Ich find das super. Wir aßen unglaublich viel, unterhielten uns gut, lachten viel. S. und V. gingen irgendwann zusammen in das angrenzende Museum und schauten sich die Ausstellung an, C. und ich und die Freundin blieben sitzen und redeten noch über dies und das. Ich küsste C. und sagte ihr, wie gerne ich das tat. Ich fragte sie, ob ich morgen Abend zu ihnen nach Hause kommen könne. Sie bejahte. Ich freu mich schon.

S. und V. waren echt ewig in der Ausstellung. Die zwei verstanden sich anscheinend prächtig, total cool. Diese Runde mit S. und C. und V. passt einfach super gut zusammen. Wir sind uns alle total ähnlich, haben einen ähnlichen Humor. Es passt einfach. Voll schön.

V. erzählte mir später, dass sie sich schon wieder mit ihrem Freund, der gerade durch Thailand reist, gestritten hatte. Er hätte sie beleidigt, weil sie so viel datet und ihr das nicht gut tat, anstatt einfach für sie da zu sein. Und hätte irgendwann das Onlinegespräch abgebrochen und wäre erst nach 5h zurückgekehrt, um ihr dann unter die Nase zu reiben, dass er gerade 4h lang unglaublich tollen Sex mit einer Frau hatte, die alles das hat, was V. ihm nicht geben kann. Er machte das absichtlich und mit der einzigen Intention, sie zu verletzen. Ich mag den Freund jetzt schon nicht, und dabei habe ich ihn noch nicht mal getroffen. Fast jedes mal, wenn V. von ihm erzählt, oder die zwei intensiven Kontakt hatten, fühlt sie sich nicht gut danach. Es macht mich wütend, dass er sie verletzt und ihr zur Zeit nicht gut tut. Ich weiß nicht, ob das vielleicht anders ist, wenn er wieder hier ist. Ich hoffe es. Aber im Moment ist er für V. echt keine große Hilfe, sondern eher ein weiterer Stressfaktor in ihrem Leben.

Jetzt muss ich aufhören, weil gleich ein paar Freunde kommen, um den Abschied von meiner Mitbewohnerin, die nach Berlin zieht, zu „feiern“.

Macht es gut und genießt euren restlichen Sonntag.

Euer Porzellanladen

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