Skills

Der Sound von gestern Abend: Spotify: Greeen – Frei

Eigentlich hatte ich gestern geplant, mich mit F. zu treffen. Doch dann kam alles anders… komplett anders.

F. meldete sich abends um halb sieben, dass er spät aus dem Büro gekommen sei und noch nicht wisse, worauf er heute Abend Lust hätte. Zur selben Zeit chattete ich auf Facebook mit meiner guten Freundin E. Sie hatte eine anstrengende Woche gehabt und fragte, ob ich Lust hätte, mit ihr ein Bier oder ein Glas Wein zu trinken. Da ich wusste, dass sich F. höchstwahrscheinlich frühestens um 21 entscheiden würde, wie sein weiterer Abendverlauf aussehen würde, lud ich sie zu mir ein. Bier stand auf dem Balkon, Wein hatte ich auch vorrätig.

Eine halbe Stunde später stand sie vor meiner Tür. Sie entschied sich für Bier. Wir setzten uns auf mein Sofa, quatschten über dies und das. F. meldete sich irgendwann, dass er heute nichts mehr machen wolle. Ich hatte eigentlich damit gerechnet.

E. ist auch poly und war gestern Abend ziemlich wuschig. Sie checkte alle möglichen Optionen ab, mit wem sie sich noch treffen könne. Unser Gespräch driftete immer mehr Richtung Sex, BDSM und mehr ab. Ich hatte sie vor einiger Zeit mal gefragt, ob sie ich in die Welt des BDSM einführen möchte. Ich sagte ihr, dass heute doch ein guter Zeitpunkt wäre. Sie sagte, dass sie nicht glaube, mich dominieren zu können, und deswegen unsicher wäre, wie gut das werden würde. Aber der Abend war ja noch jung. Sie schaute sich meine Sexspielzeugkiste an. Und sagte mir, dass sie mich gerne küssen würde.

Dann meldete sich mein Kumpel L. Wir kennen uns schon seit einigen Jahren, haben uns über meine beste Freundin kennengelernt. Eigentlich stehe ich schon immer auf ihn. Er ist sehr groß und drahtig, trägt seit einer Weile einen Bart, der ihm sehr gut steht und ihn älter wirken lässt. Er ist blond, trägt eine Brille, hört elektronische Musik. Meine beste Freundin und er hatten mal was miteinander, deswegen war das früher ein Thema, worüber ich viel mit ihr sprach. Sie weiß, dass ich auf ihn stehe und unglaublich gerne mal mit ihm schlafen würde. Ein Problem damit hätte sie nicht, sonst würde ich die Finger von ihm lassen. Die Freundschaft zu ihr ist mir tausend mal mehr wert. Sie ist wie eine Schwester für mich. Einer dieser Menschen, die seit vielen Jahren konstant in meinem Leben sind. Ich hoffe, das bleibt für immer so.

L. war gestern auf einem Konzert und gab Bescheid, dass er auf ein Bier vorbeikommen würde. Eine halbe Stunde später stand er vor meiner Tür. Er setzte sich zu mir und E. dazu, ich brachte ihm ein Bier. Ich kenne kaum einen Mann, der so viel zu erzählen hat, wie er. Wir unterhielten uns gut und ich vergaß E. vollkommen. Die schlief irgendwann ziemlich betrunken auf meinem Sofa ein, während L. und ich uns weiter unterhielten.

Ich hatte vier Bier getrunken und war touchy. Fasste ihn mal ans Bein, umarmte in mal von hinten und schmiegte meine Wange an seine. Er weiß, dass ich auf ihn stehe, das weiß er schon lange. Er sagte mir immer, Sex gehört für ihn in eine Beziehung. Ich hatte mich damit abgefunden, dass mit ihm wahrscheinlich nie was laufen würde. Als er sein Bier ausgetrunken hatte, war es schon ziemlich spät. Ich machte ihm trotzdem nochmal eines auf, ich wollte, dass er noch bleibt. Ich zog ihn mit mir Richtung Bett. Wir kuschelten und er kraulte meinen Rücken. Der Alkohol und sein fester, trainierter Körper machten mich so wuschig, dass ich vom Rückenkraulen mehrmals kam. Er streichelte meinen Bauch, meinen Po, meine Schenkel, meinen Nacken. Ich wollte diesen Mann so unbedingt. Ich war mir sicher, dass Sex mit ihm einfach nur gut sein würde. Richtig sicher. Ich fuhr seinen festen Körper entlang. Es war das erste mal, dass ich mit ihm in einer Situation war, in der ich ihn anfassen konnte. Ich genoß es total. Er ist einfach nur lecker. Ich massierte ihm durch seine Hose hindurch seinen Schwanz, fuhr mit meiner Hand irgendwann drunter. Ich sagte ihm, dass ich mit ihm schlafen wolle.

Wir machten die Musik aus, die Kerzen und Lichter auch. Er zog sich seine Jeans aus, ich meine Jogginghose. Wir kuschelten uns unter meine Decke. Ich dachte so, „okay, wird wohl nichts mehr“. Und dann spürte ich seine Hände an meinem Körper. Mein Shirt wurde hochgeschoben, Brüste wurden gestreichelt und geleckt, es wurde nach meinem Po gegriffen, eine Hand streichelte über mein Höschen. Fuck, ich war so geil. Er zog mein Höschen aus und fing an mich zu lecken. Er machte das so gut. Wir holten ein Kondom. Er hatte zu viel getrunken, deswegen war da nicht so viel rauszuholen gestern. Er bat mich, ihn zu leicht zu würgen. Ich legte ihm meine Hand um den Hals und drückte. Ihn machte das echt geil. Und bei regte es sofort meine Phantasien an… Irgendwann fingerte er mich so, dass ich heftigst zum Ejakulieren kam. Und nochmal. Und nochmal. Er drehte mich auf die Seite und schob mein oberes Bein hoch, drang nochmal in mich ein. Brachte mich zum Squirten. Drang ein. Squirten. Mehr Squirten. Ich weiß nicht, was er da tat, aber mich hatte noch nie ein Mann so leicht und so oft und so heftig zum Ejakulieren gebracht. Und vor allem nicht so viele male hintereinander. Mein Bett war triefend nass danach. Es war heftig. Er war heftig. Und die ganze Zeit lag E. drei Meter entfernt auf dem Sofa.

Heute morgen sagte sie mir, dass sie einmal aufgewacht war, „als es nass wurde“. Hupps. Peinlich ist mir das gar nicht. Das Bondage-Experiment mit E. müssen wir eben wann anders nachholen.

L. sagte, er hätte „sich noch ein paar Skills aufgehoben“, falls wir das wiederholen sollten. Was kommt da denn noch alles? Ich bin angefixt und neugierig und süchtig. Ich will das unbedingt wiederholen. Ich will mehr von ihm.

Komischerweise fühle ich mich ein bisschen, als wäre ich G. fremdgegangen. Bin ich natürlich nicht. Ich fühle mich nicht schlecht oder so, und ich bereue auch nicht, was gestern passiert ist, absolut nicht. Aber es fühlt sich ein bisschen komisch an. Ich muss mir noch ein paar Gedanken dazu machen, warum das so ist.

Bis bald,

Eure Clara

Hinterlasse einen Kommentar