Sharing is caring

Es ist passiert. G. und ich hatten unseren ersten Dreier mit einer weiteren Person. Einer wunderbaren, liebevollen, interessanten Frau.

Bevor ich erzähle, wie alles geschah und wie ich mich dabei fühlte, möchte ich, dass ihr meinen Blogeintrag über meine Nacht mit S. lest. Nur dann versteht ihr, mit welchen Vibes sich diese Nacht angebahnt hat.

Nun zur eigentlichen Geschichte:

Am Donnerstag wollten S., G. und ich ins Kino gehen. Bzw. eigentlich wollte nur ich ins Kino, ich wollte „Das Pubertier“ sehen. G. interessierte der Film nicht. Also fragte ich S. Die interessierte der Film auch nicht, aber da ich den sehen wollte, würde sie gerne mit mir ins Kino gehen. Als ich das G. erzählte, kam der unter Zugzwang und kam dann doch auch mit. Der Film sollte um 20.30 Uhr beginnen. Ich traf mich um sechs bei mir mit G. Wir wollten zusammen eine Kleinigkeit zu Abend essen und S. später vor dem Kino treffen. Zu Essen gab es dann doch nichts, stattdessen aber wunderbaren Sex. Wirklich wunderbaren Sex.

Gegen 20 Uhr schaute ich das nächste mal aufs Handy. Ein verpasster Anruf von S. und einige Messages. Wo seid ihr? Wann treffen wir uns und wo? Ich rief sie zurück und erklärte ihr, dass das Wetter jetzt doch viel zu schön war, um ins Kino zu gehen, außerdem würden wir uns dann so wenig unterhalten. Sie solle unterwegs noch zwei Flaschen Wein besorgen und wir könnten uns doch stattdessen zu dritt auf meinen Balkon setzen und quatschen, Kerzen anzünden und die Sommernacht genießen.

Dann legte ich mich (immer noch nackt) zurück ins zu G. Bett. G. legte seinen Kopf auf meinen Oberschenkel und wir redet über irgendwas. Plötzlich berührte er mich an meinen kräuseligen Schamlippen. G. sagte, meine Vulva sähe ein bisschen aus wie eine Blume, und fummelte liebevoll da unten rum. Man kann nicht liebevoll an mir rumfummeln, ohne dass ich davon heiß werde. Also setzen wir zu Runde zwei an. Im Schneidersitz setze er sich zwischen meine gespreizten, angewinkelten Beine. Verrieb etwas Gleitgel zwischen seinen Händen und gab mir eine Yoni-Massage. Die äußeren und inneren Schamlippen, alle Seiten und Falten der Klitoris, der Scheideneingang und dann alle verborgenen und geheimnisvollen Ecken der Vagina – alles wird berührt, gestreichelt, massiert, weich gemacht. Seitdem sich G. auch insbesondere dem Massieren der Scheidenwänden viel Zeit widmet, fühle ich richtig, wie sich mein Unterleib währenddessen nach und nach entspannt. Danach kann ich erstens schmerzfrei 4-5 Finger in mir aufnehmen, bin noch viel sensibler als eh schon und habe dementsprechend bessere, tiefgehendere Orgasmen, und ich werde natürlich feucht wie Sau. G. fing irgendwann an, meinen G-Punkt anzutippen. Immer wieder, aus unterschiedlichen Winkeln, mit unterschiedlich starken Bewegungen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon längst die 10-Orgasmus-Marke hinter mir gelassen. Ich konnte spüren, wie sich das Ejakulat in mir ansammelte. Und dann gab er mir mit zwei Fingern die festen, nicht zu schnellen, intensiven Stoßbewegungen, die ich brauchte, um während mehrerer ohrenbetäubender Orgasmen meine Lust in die Welt zu schreien und zu spritzen. Das Bett und G. waren nass. Und es klingelte.

S. war da. In meinem Bademantel öffnete ich ihr die Tür und empfing sie mit einer langen Umarmung. Ich bebte noch vor Lust und atmete schwer. Ich war vollkommen high von den krassen Orgasmen. Sie lachte und küsste mich. Wir brachten ihre Weinflaschen in die Küche, holten eine schon kaltgestellte Weinflasche von mir aus dem Kühlschrank und drei Weißweingläser aus dem Regal, ich zog mir noch schnell etwas ordentlich(er)es an, und wir setzten uns zusammen mit dem inzwischen auch wieder bekleideten G. auf den Balkon. S. und ich auf der Parkbank, G. uns auf einem Balkonstuhl gegenüber. Es wurde Musik angemacht, angestoßen und gequatscht.

Sowohl S. und G. fühlten sich sichtlich wohl in der Situation. Ich, mein Freund, die Geliebte. Und je mehr Wein wir tranken, desto ausgelassener wurde auch die Stimmung. Bis um 2 Uhr morgens hatten wir 3,5 Flaschen Wein niedergemacht. Wir allen alle drei mehr als angeheitert. Ich küsste hin und wieder S. und unsere Gespräche endeten irgendwann beim Thema Sex zu Dritt. Zu diesem Zeitpunkt war mir schon lange klar, dass ich einen Dreier mit den beiden wollte. Ob es den beiden genauso ging, weiß ich nicht. Auf jeden Fall war meine Geduld irgendwann am Ende ich schoss einfach in den Raum: „So how do we get from here to a threesome?“ S. antwortete: „I guess as a start, G. and I should kiss.“ Ich: „I agree.“

Wir gingen rein. Ich nahm einige Kerzen vom Balkon mit und zündete ein paar weitere im Zimmer an. Ich zog mir mein Shirt über den Kopf und stand in meiner Unterhose da. S. zog sich komplett aus und ihr schwarzes Schamhaar sprang uns entgegen. Wir trafen uns alle auf meinem Bett. S. fragte mich nochmal, ob es in Ordnung wäre, wenn G. und sie sich küssten. Natürlich ist es das. Ich sah den beiden zu, wie sie sich küssten, sich durch Haar fuhren, sich zum ersten mal berührten. Ich wurde von S. geküsst. Ich küsste G. Ich fand, wir sollten uns erstmal um S. kümmern, weil sie unser Gast sei. Ich fragte sie, ob ich sie an den Armen fesseln dürfte. So richtig sicher fühlte sie sich mit der Idee nicht, aber sie ließ sich darauf ein. Ich band sie an mein Bett und küsste sie. G. und ich setzten und auf jeweils eine Seite ihres schmalen Körpers und begannen sie am ganzen Körper zu streicheln, ohne ihre Intimgegend zu berühren. Sie entspannte sie schnell und fing an zu stöhnen. Die Laute, die die Frau beim Sex von sich gibt, sind sehr anfeuernd und sexy. G. legte sich zwischen ihre Beine und fing an, S. zu lecken. Ich legte mich neben sie, leckte und küsste und saugte an ihren Brustwarzen, streichelte ihren Oberkörper und küsste sie. Ich fragte sie irgendwann, was sie jetzt gerne hätte. „I really want something in me.“

Ich holte G. ein Kondom, blies ihm kurz einen, und zog ihm das Gummi über. Feuchtete ihn mit genügend Gleitgel an. G. legte sich zu S. und fing an, sie in der Missionarsstellung langsam zu vögeln. Ich ging ums Bett und betrachte das ganze. Ich musste mich zwingen, mich da jetzt daneben zu legen. Eigentlich hätte ich mich am liebsten mit etwas Abstand neben das Bett gesetzt, den Anblick genossen und masturbiert. Das war schon zu geil. S. junge, Cellulite- und Dehnungsstreifenfreie Haut, G.’s Knackpo und seine rythmischen Bewegungen. Das waren schon zwei schöne Menschen, die da miteinander Spaß hatten. Dazu die Geräusche, die die beiden währenddessen machten. Aber ich hatte das Gefühl, dass die beiden das komisch gefunden hätten, wenn die beiden so teilnahmslos beobachtet hätte. Also legte ich mich daneben aufs Bett, auch wenn ich mich dennoch nicht aktiv am Geschehen beteiligte. Stattdessen konzentrierte ich mich auf den Sex. Ich spannte meine Beckenbodenmuskulatur an, immer wieder, und kam allein davon, von dieser Situation und dem Gedanken daran, wie sich das anfühlt, von G. genau so gefickt zu werden, wie S. gerade von ihm gevögelt wurde. Ein psychologischer Orgasmus quasi.

S. wollte gerne von hinten genommen werden. Ich entfesselte sie. Sie kniete sich bäuchlings hin, bettete ihren Oberkörper auf einige Kissen und G. drang wieder in sie ein. Ich wusste, dass dies die einzige Stellung war, in der sie Chancen hatte zu kommen. Wenn sie überhaupt kam. In dem Moment hatte ich aber etwas Mitleid mit G., weil ich genau wusste, dass ihm die Position gar nicht liegt. Rein koordinatorisch hat er da Probleme und fühlt sich deswegen auch nicht so wohl in der Position. Aber er gab sich Mühe und ich hatte nicht das Gefühl, dass er keinen Spaß bei der Sache hatte. Auch wenn er sich offensichtlich Sorgen machte, dass ich eifersüchtig werden und das ganze bereuen könnte. War ich nicht und tat ich nicht.

S. war irgendwann erschöpft und drehte sich schnaufend auf den Rücken. Gekommen war sie nicht. Aber anscheinend hatte sie Spaß gehabt und das ganze genossen.

G. entledigte sich des Kondoms, kam zurück zum Bett und beugte sich über mich, um mich zu küssen. Er zog mir mein Höschen aus und fing an mich zu lecken, wie er es am frühen Abend schon getan hatte. Es dauerte nicht lange und ich stöhnte meinen ersten Orgasmus in die Welt. S. streichelte währenddessen meine Brüste. Ich wurde von G. geleckt und gefingert, bis ich das erste mal ejakulierte. Ich bat S., sich aufzusetzen und sich die letzten nassen Orgasmen anzusehen. Es kann gut sein, dass sie das komisch fand, aber ich wollte es so. Meine exhibitionistischen Wünschen sollten erfüllt werden. Ich kam und spritzte wie ein Weltmeister.

Danach sanken wir für kurze Zeit erschöpft aufs Bett. S. legte sich auf die Gästematratze neben meinem Bett. Ich fragte sie, ob alles in Ordnung war, ob sie sich wohlfühlte, ob sie den Sex genossen hatte. Plötzlich fing sie bitterlich an zu weinen. Der Sex wäre total schön gewesen, aber zu sehen, wie einfach G. und ich Sex genießen können, uns einfach so gehen lassen können, das wäre schwierig für sie, weil sie das nicht könnte. Guten Sex hätte sie kaum, und befriedigenden Sex erst recht nicht. Ich nahm sie fest in den Arm. Sie weinte an meine Schulter. Das arme Ding. Mir tut das so Leid, dass sie die Schmerzen und negativen Erfahrungen, die sie offensichtlich im Laufe ihres Lebens gesammelt hat, mit sich rumtragen muss, und dies eine so wundervolle Sache wie Sex beeinträchtigt oder zumindest verhindert, diesen bis zum letzten Atemzug zu genießen. Ich hoffe, sie schafft es, die Gründe dafür irgendwann abzulegen und los zu lassen. Ich wünsche es ihr.

Nachdem sie sich beruhigt hatte, putzten wir uns alle unsere Zähne. Ich huschte noch schnell auf die Toilette. Es war 4.30 Uhr morgens und ich war fix und alle. Ich hatte an diesem Tag gefühlte 10 Liter ejakuliert, zu viel Alkohol getrunken, mehrmals super befriedigenden Sex gehabt. Als ich zurück ins Zimmer kam, kuschelten G. und S. in meinem Bett. Ich fühlte einen kurzen Stich im Herzen. G. forderte mich auf, mit ihnen zu kuscheln. Ich verneinte, wusch mir meine Hände. Und legte mich auf die Gästematratze. Ich fühlte etwas Eifersucht, aber allem voran war ich einfach viel zu müde, um jetzt noch ewig kuscheln zu wollen und mich mit meinen Gefühlen auseinander zu setzen. Ich wollte einfach nur noch schlafen und der Gedanke, eine Matratze für mich alleine zu haben, war gerade überzeugender als sozial zu sein. Außerdem war ich froh, dass S. nicht mit ihren Emotionen alleine war und jemand hatte, der sie umarmte.

Morgens schlief ich am längsten von allen. Ich wachte zwar irgendwann auf, weil G. aufgestanden war und neben mir das Parkett knarzte, als er sich anzog und durchs Zimmer lief, aber dann schnappte ich mir mein Kissen, legte mich in mein deutlich bequemeres eigenes Bett neben S. und schlief weiter. Als ich später aufwachte, saß S. auf dem Balkon und G. stand neben mir am Waschbecken. Er legte sich zu mir ins Bett und wollte wissen, ob gestern Abend alles in Ordnung gewesen wäre, weil ich mich auf die Gästematratze verzogen hätte. Ich erklärte es ihm. Er sagte mir, dass er mich nach der Nacht noch viel mehr lieben würde. Zu sehen, wie ich S. in den Arm genommen hatte, als es ihr nicht gut ging, hätte ihm nochmal mehr gezeigt, was für ein empathischer, liebenswerter Mensch ich wäre. In allen Sprachen bekundete er seine Liebe zu mir und sagte, dass er jetzt unheimlich gerne intimen, langsamen, emotionalen Blümchensex mit mir hätte. Aber ich war total erschöpft. Und noch total befriedigt von den drei Sexsessions des gestrigen Tags bzw. der gestrigen Nacht.

S. verabschiedete sich von uns. G. und ich lagen danach noch eine Weile faul auf meinem Bett rum und säuselten uns liebevolle Nettigkeiten ins Ohr. Ich änderte meine Meinung und wollte den Blümchensex doch. Also zogen wir uns aus, hatten ein tolles Vorspiel, holten ein Kondom, und vereinten uns in der Missionarsstellung. G. schaute mir tief in die Augen. Ich ließ meine Augen geöffnet, wenn ich kam, um ihn an meinen Gefühlen teilhaben zu lassen. Mir fällt das schwer, aber es fühlt sich unheimlich intim an. Er sagte mir, dass er mich liebte. Er sagte „I love you.“ Er sagte „Je t’aime.“ Er sagte „I love you so much.“ „Je t’aime.“ Er war berauscht von seinen eigenen Gefühlen und schwamm auf dieser Welle dem wohl intensivsten Orgasmus entgegen, den er je gehabt hatte. Sagte immer wieder „Je t’aime“ und stöhnte mir französische Oui-oui-oui’s entgegen. Mir war das fast zu viel Gerede, aber ich spürte, wie unheimlich intensiv das alles für ihn machte. Er kam heftig stöhnend und zuckend. Vollkommen überwältigt von seinen eigenen Gefühlen.

Ich hatte mir im Nachhinein doch noch Sorgen um S. gemacht, aber sie versicherte mir, dass die Nacht für sie auch trotz des emotionalen Zusammenbruchs ein wunderschönes Erlebnis war.

Der Dreier mit S. war wundervoll. Das Gefühl, das bleibt, ist allerdings, wie sehr alles Geschehene G. und mich weiter zusammen gebracht hat. G. und ich schweben seit Donnerstag auf Wolke 7. G. fühlt Dinge, die er noch nie so gefühlt hat. Und das ist fast noch schöner als diese wilde Nacht.

Clara

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