Gestern arbeitete ich bei meinen Eltern am Küchentisch an meiner Masterarbeit. Ich hatte mich für abends mit F. verabredet, wir wollten den feministischen Porno Schnick Schnack Schnuck schauen. Das Wetter war aber so großartig, dass ich voll Lust bekam, an den See zu fahren. Am späten Nachmittag fuhren wir zum Baggersee, umrundeten diesen einmal auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen, und sprangen ins kühle Nass. Wir schwommen bis zur Mitte des Sees, tauchten ein bisschen, plantschten, und schwommen irgendwann wieder zurück. Dann legten wir uns in die Sonne. Ich las ein paar Seiten in Schlampen mit Moral weiter, F. hörte Musik und las Nachrichten. Wir redeten über alles mögliche. Es war schön, da mit ihm zu liegen, die Sonne zu genießen, ihn einzucremen, sein hübsches Gesicht anzugaffen. Gefühle wieder voll am Start.
Irgendwann küssten wir uns, aber anders als sonst. Er küsste gefühlvoller, streichelte mit seiner Nase mein Gesicht, schaute mir in die Augen. War voll schön. Ich fühlte mich ihm total nah und hatte das erste mal das Gefühl, dass das nicht nur mir so geht.
Wir bekamen Hunger und fuhren zum Haus meiner Eltern, weil ich dort noch einige Sachen von mir gelassen hatte. Wir kochten Pasta. Mit ihm zu kochen macht Spaß. Und es war ein komisches Gefühl, in der Küche meiner Eltern mit diesem Mann zu stehen (es war sonst aber niemand daheim). Wir richteten draußen die Gartenmöbel her und aßen in aller Ruhe im Garten. Tranken ein kühles Wulle dazu (Wenn ihr Wulle nicht kennt, schämt euch!). Danach räumten wir alles zusammen weg und brachten die Küche wieder auf Vordermann. F. putzte und räumte und kochte mindestens so viel wie ich, Pluspunkt für ihn und ein Hoch auf die gelebte Gleichberechtigung.
Ich erzählte ihm, dass wir im Badezimmer im obersten Stock eine Regenwasserdusche hatten, und fragte, ob er Lust hatte, mit mir duschen zu gehen. Mir fiel auf, dass ich bei meinen Eltern gar keine Kondome hatte. Sowas blödes. Ich holte trotzdem Handtücher und wir stiegen unter das warme Nass. Wir knutschten, streichelten uns am ganzen Körper. Irgendwann kniete er sich vor mich und leckte und fingerte mich, bis ich kam. Ich vergrub meine Finger in seinem Haar und presste seinen Mund an meine Spalte. Dann nahm ich seinen Platz ein und leckte und saugte an seinem harten Schwanz. Er zog mich hoch, drehte mich um und presste meinen Oberkörper gegen die Duschwand. Fing an mich von hinten hart zu fingern, meinen G-Punkt zu stimulieren. Ich kam mehrmals unglaublich heftig und meine stöhnenden Schreie hallten im Badezimmer wieder. Zum Glück war niemand daheim. Irgendwann dreht ich mich um und wir küssten uns. Wir waren uns einig, dass es Zeit war, zu mir zu fahren und dort richtig loszulegen.
Wir klauten noch eine Flasche Wein aus Papas Weinkeller und stiegen ins Auto. Mir fiel ein, dass ich morgens meine Bettwäsche abgezoge hatte. Bei mir angekommen bezogen wir also zusammen (!) mein Bett. Wie so ein altes Ehepaar haha. Dann setzten wir uns mit zwei Gläsern Rotwein auf die Parkbank auf dem Balkon.
Noch auf dem Balkon zog ich ihm seine Hose aus und schenkte ihm den besten Blowjob, den er bisher von mir erhalten hatte. F. kam unglaublich heftig in meinem Mund. Danach gingen wir rein und ich masturbierte vor ihm. Er streichelte mich am ganzen Körper. Irgendwann stand seine Palme wieder und er nahm mich hart von hinten. Es war richtig geil, aber ich hatte danach immer noch nicht genug. F. sank erschöpft neben mir aufs Bett, aber ich bat ihn, mich nochmal zu fingern. Er tat mir den Gefallen. Ich hatte die besten Orgasmen meines Abends, schrie mir mehrmals die Seele aus dem Hals vor Lust. Und ich war mehrmals kurz vorm Ejakulieren, aber irgendwie konnte ich dann doch nicht. Das hat allerdings auch bisher nur mein Ex bei mir hinbekommen. Ich weiß, dass es ein bisschen an der Technik liegt. Mein Ex hat da was ganz bestimmtes gemacht, und dann hat das geklappt, aber ansonsten eben auch nicht. Ich denke, wenn ich F. das erklären würde, würde der das auch hinkriegen, ich bin ja wie gesagt immer kurz davor. Oah das wäre so geil. Aber auch nicht so wichtig, der Sex mit F. ist auch so bombenmäßig gut.
Morgens wollten wir ausschlafen, aber F.’s Wecker klingelte früh und danach lag ich wach da. F. konnte nochmal schlafen und schnarchte friedlich vor sich hin. Ich blieb mit ihm da liegen und genoß es einfach, ihn dazuhaben. Kuschelte mich an ihn. Irgendwann ging ich raus und kam mit zwei Bechern Kaffee zurück. Schwarz für ihn, mit aufgeschäumter Pflanzenmilch für mich. Wir tranken Kaffee, hörten Musik von The Black Keys und Kurt Vile, redeten. Kuschelten uns wieder aneinander. Ich war wieder der große Löffel. Er legte seinen Kopf auf meinen Arm, ich umarmt ihn und streichelte seine Seiten, seinen Bauch, seine Brust und seine Arme. Haarig isser ja schon, der gute. Aber es stört mich nicht. Fühlt sich nur beim Streicheln nicht ganz so sexy an wie ein Frauenkörper. Ich ließ meine Hand nach unten fahren und massierte seinen Penis. Das tat seine Wirkung. Er streichelte meine Klitoris und ich war schon wieder feucht wie der Atlantik. Er kniete sich hin und ich drehte mich um und kroch unter ihn, um ihm von unten einen zu blasen. So konnte ich seinen Schwanz bis zum Anschlag in den Mund nehmen. F. fing voll an zu stöhnen. Wir befriedigten uns gegenseitig in der 69er. Er massierte und fingerte mein Poloch und ich tat dasselbe bei ihm. Dadurch wurden wir nur noch geiler. Irgendwann kroch ich unter ihm hervor und er sah mir in die Augen und sagte: „Ich würd dich gern anal ficken.“ Ich: „Dann mach doch.“
Ich legte mich auf den Bauch und er drang vorsichtig ein. Am Anfang tat es ein bisschen weh, aber dann entspannte ich mich und er wurde langsam schneller. Wir hatten beide unglaublich intensive Orgasmen. Richtig gut.
Danach lagen wir noch eine Weile im Bett rum, bis ich ihn bat zu gehen. Mir fiel auf, dass wir ganze 20 Stunden miteinander verbracht hatten. Er war mir keinen einzigen Moment auf den Keks gegangen in der Zeit. Obwohl er einige Ähnlichkeiten mit meinem Ex hat, ist das wohl der entscheidende Unterschied. 20 Stunden mit meinem Ex wären mindestens 10 zu viel gewesen.
F. hat angefangen zu tindern. Das finde ich gut, aber ich habe ein bisschen Angst davor, was passieren könnte, falls er jemanden treffen sollte, den er richtig toll findet. Ich bin mir nicht so sicher, ob er dann nicht doch wieder eine monogame Beziehung haben wollen würde, was ja zwangsläufig dazu führen würde, dass ich weg vom Fenster wäre. Ehrlich gesagt weiß ich nicht so richtig, was er im Moment sucht. Ich schätze, ich sollte ihn das bei Gelegenheit mal fragen.
Aber die 20 Stunden mit ihm waren wunderbar. Ich freue mich schon auf’s nächste mal, wenn wir uns sehen.
Peace and Love,
Eure Clara
Ich liebe Deine Art zu schreiben! So direkt, so natürlich, so selbstverständlich. Und man bekommt richtig Lust, wieder mit Dir auf Deinem Balkon zu sitzen. Da hast Du Dir wirklich ein Stückchen Paradies geschaffen…
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Oh danke 🙂 Ich glaube, so ein Stückchen heile Welt braucht jeder, um sich durchweg wohl und zuhause zu fühlen.
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