Verliebt

Am Samstag ging es mir wirklich nicht so gut. Aber ich raffte mich am späten Nachmittag auf, um mit C. und S. noch die Abschlusskundgebung des Christopher Street Days in Stuttgart anzusehen. Danach gingen wir noch zusammen vegane Burger essen. Ich hatte mich für abends mit V. zum Backen verabredet, weil wir für Sonntag mit ein paar Freunden zum Stocherkahn fahren verabredet waren und ein Picknick machen wollten.

Wir backten zusammen einen Schokokuchen und ein paar vegane Pizzaschnecken und knutschten immer wieder in der Küche rum. V.’s Anwesenheit, ihr flacher Bauch, ihre Küsse machten mich wuschig. Immer wieder zog ich sie zu mir her, legte meinen Arm um ihre schmale Taille, fuhr ihr durchs Haar, atmete ihren Geruch tief ein.

Sie wollte später noch tanzen gehen, bis ihr auffiel, dass dort Bachata getanzt wurde, und sie den Tanz gar nicht konnte. Wir probierten aus, in der Küche zu tanzen. Zu der Popmusik, die im Radio lief. Klappte eher so semigut. Sie führte erst. Grundschritte bekamen wir hin, aber Figuren nicht wirklich. Dann führte ich. Klappte auch nur unmerklich besser, aber es war ziemlich witzig. Ich mag V.s Lachen. V. ist viel in einer melancholischen Stimmung, immer noch wegen der Trennung von ihrem Freund, der nach Thailand gezogen ist. Umso mehr freut es mich, wenn sie lacht und gut gelaunt ist.

Irgendwann entschied sie, doch nicht tanzen zu gehen. Sie wollte bei mir bleiben. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt schon F. zugesagt, noch bei ihm vorbeizukommen. Blöde Situation. Aber ich wollte F. nicht absagen. Ich hatte mich vorher so gefreut, als er fragte, ob ich vorbekommen wollte. Sie nahm es gelassen und fuhr heim, um etwas Schlaf nachzuholen. Wir liefen zusammen zur Ubahn, küssten uns nochmal zum Abschied und fuhren dann in unterschiedliche Richtungen davon.

F. war den ganzen Tag auf einem Festival gewesen. Er hatte dort Extacy genommen und meinte, er wäre total kuschlig gewesen, er hätte mir so gefallen. Schade, dass ich nicht dabei war. Er fragte, ob ich mit ihm duschen gehen wolle. Bisschen rumknutschen. Mehr würde eh nicht gehen, weil ein Nebeneffekt der Droge sei, dass man keine richtige Erektion bekommen könnte. Ich sagte erst nein, aber ging dann doch mit. Er stellte die Temperatur des Wassers ein, wir knutschen rum und fummelten unter dem warmen Wasser rum. Er streichelte meine Brüste, umfasste meine Hüften, kniff mir in den Po. Ich liebe es, diesen Mann zu küssen. Sein Bart fühlt sich unglaublich gut an. Ich fühle mich total wohl mit ihm. Er schaute mir mehrmals total tief und lange in die Augen, bis ich den Blick aus Verlegenheit abwenden musste. Zu tiefe Gefühle. Alles zu überwältigend in dem Moment.

Er schlug vor, dass wir uns abtrockneten und er mich in seinem Zimmer fingern könnte. Mehr würde wahrscheinlich nicht gehen, aber das würde er gerne machen. Da sagte ich natürlich nicht nein, ich weiß ja, was der Mann mit seinen Fingern anstellen kann.

Wir gingen um 29.59 Uhr in sein Zimmer und sagten noch, dass wir uns beeilen müssten, weil wir die Bahn um 00.28 Uhr nehmen wollten. Er wollte noch in Club und ich heim in mein Bett. F. kam schnell zur Sache und brachte mich dreimal so krass zum Orgasmus, dass ich ihm die Bude zusammenschrie (zum Glück war niemand aus seiner WG daheim). Als ich seine Hand wegnahm, weil ich so am Arsch war vor Befriedigung, war es 00.09 Uhr. Heftig einfach, dieser Typ. Ich zog ihn neben mich und wir kuschelten. Er spielte an seinem kleinen Extacypenis rum. Zum Spaß saugte ich an seinen Eiern, weil ihn das immer so kitzelt und ihn zum Lachen bringt. Zum Spaß nahm ich auch das geschrumpfte Ding in den Mund. Schien ihm zu gefallen. F. fing an zu stöhnen und das Ding an zu wachsen. Zur vollen Größe. Ich blies ihm einen bis zum Orgasmus.

Dann war es 00.25 Uhr und wir musste uns beeilen, um noch die nächste Verbindung zu bekommen. Liefen Händchen haltend zur U-Bahn. Und verabschiedeten uns mit einem Kuss. Ich liebe diesen Mann.

Ich schlief schlecht. Morgens fuhren V. und ich zusammen nach Tübingen. Ich setzte sie in der Stadt ab und fuhr weiter zu M. Wir hatten uns zum Frühstücken verabredet und wollten Pancakes machen. Die wurden unglaublich geil. Interessanter waren aber unsere Gespräche über seinen Fußfetisch. Anscheinend findet er Füße einfach so geil, wie andere Brüste und Ärsche geil finden, nur noch etwas stärker. Er bot an, mir die Füße zu massieren. Ich lehnte erst ab, weil ich keinen Sex mit dem Mann wollte. Aber als ich mir sicher war, dass ihm das auch klar war, ließ ich mir die Füße doch massieren. Unüberraschenderweise konnte der Mann mit dem Fußfetisch das unglaublich gut. Wenn ich eine Katze wäre, hätte ich geschnurrt. Ich mag M., er ist echt nett, wir verstehen uns gut. Aber eher so freundschaftlich. Auf eine andere Weise interessiert er mich weniger. Aber ich glaube für ihn ist das ok. Man muss auch gute Freunde haben.

Später traf ich mich mit V. und einigen Freunden bei meiner besten Freundin A. Weil das Wetter nicht mitspielte entschieden wir, dass Picknick nach drinnen zu verlegen und noch einen Film zu schauen. War ein schöner Nachmittag.

Als wir heimfuhren, kam V. noch mit zu mir. Wir kuschelten uns in mein Bett. Nachdem ich mich den ganzen Tag benehmen musste, weil wir immer unter Leuten waren, war ich froh, ihr endlich richtig nahe sein zu können. Ich erzählte ihr, dass ich gerne mal wieder mit ihr schlafen würde, aber Angst hatte, dass sie den Sex mit mir nicht so genießen würde, weil sie immer davon erzählte, wie sehr sie den Sex mit dominanten Männern genoß und ich eben alles andere als dominant bin. Sie beruhigte mich und sagte, dass sie auch anderen Sex mag und den genauso genießt, und ich mir keine Sorgen zu machen brauche.

Wir ließen uns unendlich viel Zeit miteinander.

Der Sex passte total zu der Musik, die wir hörten. Nicolas Jaar – Space is only Noise

Mit V. zu schlafen war wunderbar. Sie ist total hingebungsvoll, sanft, zärtlich, leidenschaftlich. Und wunderschön. Sie zu lecken, am ganzen Körper zu streicheln und zu küssen, ihre schlanken Beine entlang zu fahren, an ihren Brustwarzen zu saugen und zu knabbern, war einfach wunderbar. Ich liebe diese Frau.

Beim Sex mit Frauen genieße ich es fast mehr, die Partnerin zu verwöhnen, als selbst verwöhnt zu werden. Ich werde davon unglaublich wuschig und feucht. Das geht soweit, dass ich allein davon kommen kann, wenn ich mich in das Gefühl, das meine Partnerin in dem Moment hat, hineinversetze – ohne mich überhaupt anzufassen. Es ist eine sehr intensive Art von Sex, die für mich voll auf psychischer Ebene abläuft. Ich will das nicht missen.

Mich stimmt es melancholisch, dass ich bald so lange auf Reisen sein werde. Ich werde die beiden glaube ich ziemlich vermissen.

In Liebe,

Eure Clara

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