Honeymoon

Wie im vorigen Blogartikel beschrieben, hatte ich G. also zum Bahnhof gebracht und kam zurück in die Ferienwohnung, wo L. auf mich wartete.

Wir hatten irgendwann im Januar herausgefunden, dass wir beide einen sehr ähnlichen grauen Onesie besaßen und hatten abgesprochen, dass wir unsere Onesies mit ins Allgäu nehmen würden. In die kuschelten wir uns jetzt, setzten uns mit einer Kanne Tee aufs Sofa und nahmen uns in den Arm. Ab jetzt waren wir nur zu zweit. Nur für uns. Ohne Störungen, ohne Pläne, ohne Programm.

Ich sagte zu ihm: „Ich find’s gerade surreal, dass du hier bist. Hier mit mir. Nur wir zwei.“ Surreal, aber schön.

Da L. noch ziemlich müde von den schlaflosen Nächten davor war, gingen wir früh ins Bett. Ich kuschelte mich eine Zeit lang an ihn. L. schlief schnell ein und ich lauschte eine Weile seinem Atem. Irgendwann rollte ich mich auf meine Bettseite und schlief auch ein.

Ich wachte am nächsten Morgen früh auf, kuschelte ein bisschen mit L. und stand dann auf. Ich putzte mir die Zähne, machte mir eine Tasse Kaffee, und setzte mich in den großen Sessel im Wohnzimmer und las Zeitung. Noch immer im Schlafanzug, schlich ich mich eine Stunde später wieder hoch zu L. und weckte ihn zärtlich auf. Sofort fuhren seine Hände meinen Rücken entlang und streichelten meine Haut unter meinem Schlafanzug. Ich spürte seinen muskulösen, haarigen Körper und streichelte jede Stelle, die ich in die Finger bekam.

Wir zogen uns unsere Oberteile aus, um noch mehr voneinander zu spüren. Wir ließen uns unheimlich viel Zeit miteinander.

Irgendwann fuhr meine Hand zwischen seine Beine. Ich streifte ihm die Schlafanzughose von dem Beinen und verwöhnte ihn mit dem Mund und meinen Händen. Ich konnte richtig spüren, wie L. in andere Sphären abwanderte und sich seinem Gefühl voll hingab. Ich trieb ihn auf immer sinnlichere Wellen, bis er laut stöhnend zwischen meinen Fingern kam.

Es waren drei Stunden vergangen. Wir duschten und gingen dann in unseren Onesies in die Küche, machten uns Kaffee und setzten uns auf die Bank auf dem Balkon und streckten unsere Gesichter der warmen Sonne entgegen.

Danach waren wir bereit fürs Frühstück. In der Küche holte ich gerade die Margarine, die Marmelade und den Käse aus dem Kühlschrank, als L. von hinten an mich heran trat, mich umarmte, und mich in den Nacken küsste. Ich drehte mich zu ihm um, küsste ihn und streichelte durch seinen Onesie seinen Oberkörper. Ich massierte seine Schultern. Ich öffnete den Reisverschluss seines Onesies ein Stück und fuhr mit meinen Fingern darunter. Ich streichelte seine muskulöse Brust und die Seiten seines Oberkörpers. Dieser Mann machte mich so horny.

Er öffnete meinen Onesie, streichelte mich, streifte mir den Onesie über die Schultern und fuhr mit seinen Fingern zu meiner Klitoris. Meinen ersten Orgasmus hatte ich im Stehen. Ich klammerte mich währenddessen an L. und stöhnte ihm ins Ohr.

Dann fiel mit auf, dass wir da nackt miteinander vor dem Küchenfester rummachten und die Nachbarin nur 10m entfernt auch an ihrem Fenster stand. Ich schob L. daher etwas vom Fenster weg in eine Ecke der Küche. L. setzte mich auf die Arbeitsplatte und ich schlang meine Beine um ihn, während wir rumknutschten. Ich setzte meinen rechten Fuß auf die Arbeitsplatte, als L. sich vor mir niederkniete und anfing, mich zu lecken. Ich fasste seinen Kopf, als seine Zunge meine Klitoris umkreiste und ich unter ihm zerlief. Ich fühlte mich so sexy und so wohl in meiner Haut.

Nach meinem nächsten Orgasmus zog ich ihn hoch, rutschte von der Arbeitsplatte, streifte ihm den Onesie vom Körper, kniete mich hin und nahm seinen steifen Penis in den Mund. Ich griff seinen festen Po und blies ihm einen, bis er stöhnend zitterte.

Dann nahm ich ihn bei der Hand und zog ihn mit mir nach oben ins Schlafzimmer. Als er mich aufs Bett drückte, sagte er: „Du bist so sexy, Clara.“ Der Sex war unheimlich intensiv und schön. L. fühlte sich so wahnsinnig gut an, dass ich viele Male kam und ganz im Moment mit ihm war.

Um drei Uhr nachmittags frühstückten wir dann doch noch. Die Margarine war während unseres Techtelmechtels weich geworden.

Am Nachmittag nahmen wir den Zug in die Nachbarstadt, tranken in einem italienischen Café einen Aperol Spritz, und ich postete das erste mal ein Foto von L. auf Bereal.

Abends kochte ich uns ein Thai-Curry, wir aßen zusammen, und kuschelten uns dann wieder aufs Sofa und redeten lange, bevor wir gemeinsam ins Bett gingen.

Am Dienstagmorgen wachte ich früh auf und ließ L. wieder etwas länger schlafen. Ich ging währenddessen in aller Ruhe duschen, waschte mir die Haare, mümmelte mich in meinen Bademantel, trank einen Kaffee und überlegte mir dann, dass es ziemlich sexy wäre, wenn ich jetzt einfach nackt zurück zu L. ins Bett krabbeln würde. Das traute ich mich aber nicht, also blieb ich im Bademantel und kuschelte mich so an L. Er wachte langsam auf und wir kuschelten miteinander.

Den Bademantel hatte ich nicht lange an. Stattdessen aber L.’s Küsse und Liebkosungen auf meinem Körper.

Wir lagen nebeneinander, mein Bein um ihn geschlungen, als ich ihm tief in die Augen schaute und ihm zuflüsterte: „Ich hab mich in dich verliebt, L.“ L.’s Augen lächelten mich an, er zog mich noch näher an sich ran, und küsste mich zärtlich. Er antwortete: „Ich kann das gerade noch nicht so in Worte fassen wie du. Wahrscheinlich muss ich das in den nächsten Tagen erstmal alles für mich sortieren. Aber ich fühle ganz arg viel mit dir.“

L. drückte mich auf den Rücken und fing an, mich am ganzen Körper zu küssen. Seine Lippen liebkosten meinen Hals, meine Brust, meine Taille, meinen Bauch. L. leckte mich – besser als je zuvor. Ich kam so heftig und fühlte so viele Glücksgefühle gleichzeitig, dass ich meine Finger in seine Schultern krallte und laut aufstöhnte.

Er zog mich zu ihm hoch und wir küssten uns. Ich fragte ihn, was er jetzt wollte und er antwortete: „Ich bin hin- und hergerissen. Dein Blowjob ist so wahnsinnig gut. Aber gleichzeitig würde ich auch gerne mit meinem verliebten Kätzchen schlafen.“ Er zwinkert mir entgegen und küsste mich.

Wir holten ein Kondom, machten seinen Penis bereit für den nächsten Schritt und dann legte sich L. über mich und drang langsam in mich ein. Wir verschmolzen. Stöhnten. Schwitzten. Und genossen unsere Körper und die Nähe zwischen uns.

Nach einem weiteren Frühstück auf dem Balkon zogen wir uns die Wanderschuhe an und machten einen zweistündigen Spaziergang über die nahegelegenen Hügel. Die frische Luft tat uns gut, und wir unterhielten uns während des Spaziergangs über alles Mögliche. Unterwegs sagte L. irgendwann: „Ich finde es schön, wie schnell das alles bei uns geht. Wir haben uns erst vor 2 Monaten kennengelernt und sind jetzt schon zusammen im Urlaub.“

Als wir gegen 16 Uhr zurück in der Ferienwohnung ankamen, machten wir uns Kaffee und aßen Kekse auf dem Sofa. Wir waren von dem Spaziergang beide etwas verschwitzt, also wollten wir gleich duschen gehen. Am Abend würden wir nämlich mit einem befreundeten Pärchen von mir Essen gehen. Ich fragte L., was er nach der Dusche gerne machen wollte, bis wir abgeholt würden. Er schlug vor, dass wir Karten spielen könnten, oder einfach auf dem Sofa miteinander zu quatschen. Ich hatte einen besseren Vorschlag: „Ich würde lieber nochmal mit dir nackt sein.“ Er schmunzelte, schaute mir in die Augen und meinte: „Das wäre natürlich noch schöner.“

Also ging ich zuerst in die Dusche, lief dann nur in ein Handtuch gewickelt an ihm vorbei nach oben, machte Musik an und wartete nackt im Bett unter der Decke auf ihn. Als auch er geduscht war, kam er nackt ins Zimmer und kuschelte sich zu mir. Er drehte mich auf die Seite, sodass er mich löffeln konnte. Seine Hände streichelten meine Seite und meinen Bauch.

Natürlich dauerte es nicht lange und ich war schon wieder so horny, dass ich unbedingt mit ihm schlafen wollte. L. leckte und fingerte mich, er bekam einen Blowjob von mir. Ich sagte ihm: „Ich will, dass du mich von hinten nimmst.“ Wir streiften ihm ein Kondom über und ich drehte mich um auf alle viere. Als L. in mich eindrang, blieb mir kurz der Atem weg. Das war so intensiv, dass ich überhaupt nicht klar kam. Ich bewegte mich im Rhythmus mit und schwang von Orgasmus zu Orgasmus. Sein großer Penis fühlte sich so gut an, und seine Hände, die nebenher meinen Rücken streichelten und massierten, umso mehr. Das Ganze war so geil, dieser Mann so heiß.

Auch L. wurde immer lauter und ich hörte, wie er seinem Höhepunkt immer näher kam. Also stand ich auf, entzog mich ihm, drehte mich zu ihm um und küsste ihn. Ich sagte: „Ich will dir nochmal nahe sein, bevor du kommst.“

Ich legte mich auf den Rücken und zog ihn mit mir mit. L. drang wieder in mich ein und stoß uns langsam dem Höhepunkt entgegen.

Er sank erschöpft auf mir zusammen. Ich streichelte seinen breiten, verschwitzten Rücken und küsste ihm die Wangen.

Dann klingelte mein Wecker – das Signal, dass wir uns fürs Abendessen mit meinen Freund*innen fertig machen mussten.

Das Abendessen mit J. und C. war spaßig und für L. und mich eine neue Erfahrung. Es fühlte sich ganz schön an wie in einer Beziehung, mit L. da am Tisch zu sitzen, Freund*innen von mir zu treffen, und gemeinsam den Abend zu verbringen. L. und ich streichelten uns während des Abends immer wieder die Hände. Wir standen ständig in Kontakt, berührten uns immer wieder. Das war echt schön.

Ich hatte L. als mein Liebhaber vorgestellt. L. wurde irgendwann von den beiden gefragt, was ich denn für ihn sei. L. meinte: „Ich hab dafür noch nicht das richtige Wort gefunden. Liebhaberin passt nicht perfekt.“

Am Mittwochmorgen weckte ich L. dann doch noch komplett nackt auf. Es war etwa 9 Uhr. Wir kuschelten lange und hatten ein letztes mal Sex.

Gegen 12.30 Uhr krochen wir aus dem Bett und begannen, die Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Wir teilten die Arbeit zwischen uns auf.

Als nur noch die Küche zu putzen war, aßen wir gemeinsam zu Mittag und unterhielten uns währenddessen nochmal gut. L. meinte: „Ich hab mich in den letzten Tagen in Situationen wohl gefühlt, in denen ich mich sonst unwohl fühle. Zum Beispiel mit meinen Rückenhaaren, oder beim Rumknutschen am Morgen, bevor ich die Zähne putzen konnte.“ Und: „Ich hatte noch nie eine Freundin, die ihre Beine nicht rasiert hat. Aber ich mag das an dir. Wenn ich deine Waden streichle, sind die einfach weich und haarig, und nicht so stopplig wie bei anderen Frauen. Und auch deine Intimbehaarung stört mich überhaupt nicht.“

In dem Zusammenhang nannte er mich seine Freundin. Ob das wohl besser passt?

Später putzte ich noch die Küche, während L. das Auto belud. Dann machten wir uns auf den Heimweg.

Die Tage mit L. haben sich angefühlt wie ein Honeymoon. Wir haben die Tage genossen, und waren nur am Kuscheln, Vögeln und Essen. Wie im Honeymoon eben. Wir waren drei Tage voll in unserer Blase, haben uns kaum ablenken oder stören lassen. Wir hatten kein Programm und haben uns miteinander durch die Tage treiben lassen. Und das hat wunderbar funktioniert. Wir haben die ganze Zeit harmoniert, und uns gefühlt die ganze Zeit berührt.

L. meinte am Ende zu mir: „Nach den drei Tagen bin ich mir mit dir richtig sicher.“

Mein Gefühl sagt mir, dass ich mit meiner Verliebtheit nicht alleine bin, sondern dass wir sehr ähnlich fühlen.

Ich parkte das Auto bei L. in der Tiefgarage. Dann begleitete er mich noch bis zu meiner besten Freundin A., bei der ich Mittwochnacht geschlafen habe. Wir verabschiedeten uns mit einer langen Umarmung und einem zärtlichen Kuss vor der Haustür von A.

Der ganze Urlaub hat sich angefühlt wie ein Traum, aus dem ich jederzeit aufwachen könnte. Ein bisschen zu perfekt, um wahr zu sein. Aber das war kein Traum. Das war echt, surreal, und wunderschön.

Eure Clara

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von Schnipsel Schnipsel sagt:

    Wie schön, dass ihr so eine gelungene Zeit miteinander hattet!

    Verfolgst du eine No-Shave-Policy? Dann fände ich einen Blogbeitrag dazu auch sehr spannend. Wie kam es dazu? Wie sind die Reaktionen? Wie fühlst du dich damit?

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    1. Nein, eine Policy würde ich es nicht nennen. Ich rasiere mir die Beine nur im Sommer hin und wieder und den Rest des Körpers stutze ich immer mal wieder. Insgesamt habe ich da eine sehr große Entspanntheit zum Thema Haare und empfinde mich selbst sexier mit als ohne. Die Reaktionen waren ausschließlich neugierig und positiv. Auf Ablehnung bin ich zum Glück nie gestoßen 😊 Mal sehen, ob ich das Thema mal noch ausführlicher in einem Blogartikel beschreibe.

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