Team ohne Leidenschaft

Heute habe ich die zweite Beziehungstherapiesitzung zusammen mit G. Nach der Trennung von L. habe ich ein großes Vakuum in manchen Bereichen gespürt, denn auch wenn L. alles andere als perfekt war und es am Ende gut und richtig ist, dass wir nicht mehr zusammen sind, hat er doch einige für mich sehr wichtige Dinge in mein Leben gebracht. Allem voran war er ein wundervoller Gesprächspartner, dem ich nicht nur von meinem Leben erzählen durfte, sondern der auch immer etwas zurückgegeben hat. Sei es, dass er sich mit mir mitgefreut hat, dass er seine Meinung reingegeben hat, dass er Fragen gestellt hat, oder Feedback gegeben hat.

Die besten Gesprächspatner*innen in meinem Leben sind meine Freund*innen. Doch zumindest ich sehe meine Freund*innen nicht jede Woche. Wenn wir uns sehen, sind die Gespräch total tief und nah und ehrlich. Doch in der Beziehung mit L. hatte ich das so viel häufiger – und das fehlt mir sehr.

G. hört mir immer zu. Wirklich immer. Doch nur in den seltensten Fällen kommt dann was zurück. Wenn ich mit G. rede, fühlt es sich an, als würde ich mit einer wattierten Wand reden. Die nimmt alles auf, aber damit endet es. Da kommt kein Dialog zustande.

Nach dem Korb von M. zum Beispiel habe ich ihm davon berichtet. Ich erzählte, dass sich der Korb echt unschön angefühlt hat und direkt in die noch offenen Wunden geschlagen hat, die gerade eben wegen der Trennung von L. noch sehr präsent sind. Und das sich überlege, eventuell doch noch eine Weile mit dem Dating zu warten. Er sagte dazu: „Okay.“ Ich war baff. Ich dachte mir: „Echt jetzt? Mehr hast du dazu nicht zu sagen?“ Ich fragte ihn, ob er sonst nichts dazu zusagen hat, und seine Antwort war: „Gerade nicht.“

Und genau das passiert ständig. Ich erzähle etwas aus meinem Leben – und bekomme keine Reaktion. Weil meine Erzählungen aus irgendeinem Grund gar nicht in ihm wiederhallen und resonieren. Er bleibt einfach leer.

Im Coaching sagen wir immer, dass wir Coach*innen uns für die Coachees leer machen und unsere eigenen Themen für das Coaching irgendwo parken, damit wir wie der Körper eines Instruments mitschwingen können, wenn die Coachees mit uns reden. Die Schwingungen nutzen wir, um dann Feedback und Reflexionsfragen zurückzugeben.

G.‘s Resonanzkörper scheint wattiert zu sein. Der schwingt nicht.

G. hat riesige Freude daran, sich auf der Sachebene zu unterhalten. Wenn es ums Gärtnern oder ums Renovieren oder um Projekte oder um die Reiseplanung geht – dann können wir uns stundenlang unterhalten und haben auch viel Freude daran. Aber die persönlichen Themen, die mir noch viel wichtiger sind, lösen nichts in ihm aus. Sobald wir auf der Beziehungsebene sind, über Gefühle oder andere persönliche Themen reden, kommt die Watte ins Spiel.

Deswegen funktionieren G. und ich super als Team. Von der Hochzeitsplanung über die Hausrenovierung übers Interior Design über die Reiseplanung – hier ergänzen wir uns, haben Spaß beim Diskutieren und kommen zu Ergebnissen und Entscheidungen.

Doch ich will nicht nur ein gutes Team sein. Ich will auch in einer Liebesbeziehung sein. Ich will nicht nur mit G. funktionieren, ich will auch mit G. durchs Leben fließen können.

Sobald das Leben passiert, fühle ich mich ziemlich alleine. Sobald Dinge passieren, die mich traurig, wütend oder freudig machen, ist G. kein guter Sparringspartner mehr.

Nachdem ich das realisiert habe in den letzten Wochen, habe ich begonnen, auch bei „Kleinigkeiten“ meine Freund*innen zu kontaktieren. Das hat dazu geführt, dass ich mich denen aktuell so nah fühle wie noch nie. Doch es führt auch dazu, dass ich mich von G. so distanziert fühle wie noch nie.

Außerdem habe ich durch die Trennungsverarbeitung viel über mich selbst gelernt – unter anderem, dass ich bei beiden Männern – L. und G. – so wahnsinnig viel der Beziehungsarbeit übernehme und mich seeeehr verantwortlich für deren Glück fühle. Tendenziell eher einen Ticken zu viel.

Deswegen habe ich mich im Mai entschlossen, auch den weiteren Prozess mit G. nicht mehr alleine zu gestalten, sondern die Verantwortung dafür abzugeben. Ich wollte nicht mehr diejenige sein, die Gespräch beginnt, diese dann auch noch moderiert, und dann auch noch coachen muss, weil mein Gegenüber auf ganz viele Fragen gar keine Antworten hat und nicht in der Lage ist, eigenständig zu reflektieren.

Durch die Trennungsverarbeitung sind mir viele Parallelen in meinen Beziehungen klar geworden, die mir nicht gefallen. Und dazu gehört, dass ich ständig dafür sorge, dass es zwischenmenschlich gut läuft. Dass Konflikte gelöst werden, Lösungen für Probleme gesucht werden, und selbst, dass mein Partner zufrieden ist. Ich übernehme Verantwortung für Bereiche deren Lebens, fast als wäre ich deren Mutter.

Für letzteres habe ich ein gutes Bespiel. G. hat circa seit 2020 eine Depression mit Höhen und Tiefen. Seit fünf Jahren neigt er dazu, sich zu isolieren, sitzt (meiner Meinung nach) viel zu viel alleine daheim, kümmert sich zu wenig um seine Freundschaften. Er profitiert seit 5 Jahren davon, dass ich nicht depressiv bin, weil er sich immer wieder ohne großen Aufwand bei meinen Aktivitäten anschließen kann und von meiner guten Laune angesteckt wird.

Wenn ich nicht da bin und er einfach komplett selbst entscheidet, womit er seine Wochenenden verbringt, sitzt er in der Regel das komplette Wochenende daheim und lenkt sich mit tausend Projekten im Haus ab und ist dann am Sonntag weder ausgeruht noch zufrieden.

Ich mische mich daher ständig ein und achte darauf, dass er genügend Ruhephasen einbaut, dass er nicht ununterbrochen an seiner To Do Liste arbeitet, sondern auch einfach mal etwas schönes macht, das ihm wirklich gut tut. Ich muntere ihn immer wieder dazu auf, sich bei seinen Freund*innen zu melden. Unsere gemeinsame Freundesperson A. zum Beispiel kennen wir, weil G. und A. zu Beginn auf ein paar Dates waren. Irgendwann hab ich they auch kennengelernt und wir haben uns letztes Jahr wundervoll angefreundet. Schon seit einer guten Weile treffe ich mich mit A. öfter als G. sich mit A. trifft. Und das liegt zu 100% daran, dass ich mich halt darum kümmere, dass es diese Treffen gibt. Ich melde mich in regelmäßigen Abständen bei them.  

Das ungesunde für mich ist: Ich habe inzwischen ein schlechtes Gewissen, wenn ich wieder unterwegs bin und mich mit Freund*innen treffe, und G. allein daheim lasse. Wie eine Mutter, die ihr Kind unbeaufsichtigt daheim lässt.

Ich nehme das wahr und finde es gleichzeitig abstoßend. Ich will für meine Partner*innen da sein – ja. Aber ich will nicht die Mutter von jemandem sein. Ich will mit Erwachsenen Personen zusammen sein, die selbst in der Lage sind, sich um sich zu kümmern.

Die nächste Sache, die mich stört, ist, dass ich nicht nur G.‘s wichtigster sozialer Kontakt bin – sondern mehr oder weniger sein einziger. Da er nicht in der Lage ist, sich um seine Freundschaften zu kümmern und enge soziale Beziehungen zu seinen Freund*innen aufzubauen, entsteht da ein Druck in Bezug auf unsere Beziehung, der mir nicht gefällt. Während ich um die 10 Personen in meinem Leben habe, an die ich mich bei Problemen wenden kann (G., meine Mutter, meine Schwester, meine Freund*innen), hat er nur mich. Ich will das nicht mehr. Ich will diesen Druck nicht mehr. Ich will diese Abhängigkeit nicht mehr.

All diese Dinge führen aktuell dazu, dass ich mir wirklich unsicher bin, ob die Beziehung mit G. für mich das Richtige ist. Nur, wenn G. endlich beginnt, sein Leben in die Hand zu nehmen und positive Veränderungen bei sich herbeizuschaffen, kommen wir aus diesem Gleichgewicht nochmal heraus.

Es führt auch dazu, dass ich aktuell nur noch wenig Lust auf gemeinsame Zeit mit G. habe. Nicht, weil ich ihn nicht mögen, respektieren und wertschätzen würde. Sondern weil mir die gemeinsame Zeit wenig gibt. Ich habe so viele Male Unterhaltungen mit ihm gehabt, die in einer Sackgasse gelandet sind, dass ich jetzt einfach gar keine Lust mehr habe, mit ihm zu reden. Ich habe keine Lust mehr, ihm von meinem Leben zu berichten. Und ich habe auch keine Lust mehr, das nächste Projekt mit ihm zu starten, weil ich mir was ganz anderes zwischenmenschliches wünsche.

Da wir uns darüber hinaus kaum noch emotional begegnen, habe ich auch überhaupt kein körperliches Interesse mehr an ihm. Mit ihm Sex zu haben, kommt mir aktuell richtig absurd vor. Das ist so weit weg für mich, weil andere Themen und Probleme für mich gerade viel wichtiger sind. Und weil ich im Vergleich gut ohne Sex leben kann, aber nicht ohne echtes gemeinsames Menschsein – echte Begegnung.

Und es führt auch dazu, dass ich innerlich die Beziehung aufgegeben habe. Resigniert habe. Viele dieser Themen poppten schon in den letzten Jahren immer wieder auf. Eine Veränderung gab es nie. Und deswegen ist in Bezug auf die Beziehungstherapie eine Frage am allerwichtigsten: Hat diese Beziehung eine Zukunft? Und falls ja: Wie sieht die aus?

Ich habe aktuell keine Vision für die Beziehung mit G. Ich habe kein Bild, wohin es da gehen soll.

Aber ich weiß, dass ich mit dem Status Quo nicht zufrieden bin. Ich weiß, dass nicht mehr bereit bin, Verantwortung für G.‘s Leben und seine Zufriedenheit zu übernehmen. Ich weiß, dass ich wieder mehr Freiheit und Unabhängigkeit brauche. Ich weiß, dass ich wieder ohne schlechtes Gewissen ohne G. unterwegs sein und meine Freund*innen treffen will, ohne im Hinterkopf zu haben, dass G. schon wieder alleine daheim hockt. Und ich weiß, dass ich mir eine Beziehung wünsche mit jemandem, auf den ich mich freue, wenn wir uns sehen.

Insgesamt löst das Angst vor der Therapie in mir aus. Angst, all das laut auszusprechen. Aber es löst auch eine Art tiefe Zufriedenheit in mir aus, die ich ganz tief in mir drin habe, und die aus dem Wissen her rührt, dass ich mir selbst sicher bin und in mir Ruhe. Dass ich weiß, dass ich für mich einen guten Weg finden werde. Und dass es für mich auch kein Weltuntergang wäre, wieder single zu sein. Weil ich dieses wahnsinnig tolle soziale Umfeld habe, diese Freund*innen und meine Familie, die mir echt wichtig sind und mir so gut tun.

Eure Clara

6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Ich finde es bewundernswert wie Du eure Beziehungsdynamik analysierst.

    Auf eine gewisse Weise funktioniere ich da wohl ähnlich, da ich dieses mich zu sehr für die Gefühlswelt des anderen verantwortlich zu fühlen und dazu zu neigen mich permanent darum zu kümmern auch von mir kennen. Mir wurde dann irgendwann klar dass auch das ungefragte bekümmern des anderen eigentlich ganz schön übergriffig sein kann. Sowohl weil es bei dem anderen Schuldgefühle und Erwartungshaltungen auslösen kann als auch weil es den anderen daran hindert selbst ins tun zu kommen. Manchmal sind die Schwellen ab denen man selbst aktiv wird nur minimal unterschiedlich – was dann dazu führt dass der mit der niedrigeren Schwelle immer zuerst reagiert. Mir hat es da sehr geholfen immer öffters wirklich direkt zu fragen „Möchtest Du das ich mich um x kümmere“, „Tut es Dir gut wenn ich Dich in 2 Stunden unterbreche und einen Kaffe vorbei bringe?“

    Gleichzeitig hab ich aber auch Ebenen wo ich eine ähnliche Rolle wie G innen habe. Wenn es mir z.b schlecht geht, wenn ich depressive Phasen habe, wenn ich mich gerade zurück ziehen muss um meinen Akku aufzuladen, dann fällt es mir mittlerweile schwer diesen Zustand mit meiner Partnerin zu teilen, weil ich nicht möchte das sofort ein Impuls zum helfen und umsorgen da ist. Was dazu führt das gerade dann wenn ich eine Umarmung, einen seelischen Beistand bräuchte, ich mich noch mehr zurückziehe oder weniger von mir erzähle – weil mir die Reaktion darauf unangenehm ist.

    Irgendwann ist mir aufgefallen das ich den Gedanken habe, das wenn ich ins Krankenhaus müsste ich am liebsten niemandem Bescheid geben würde – da die Vorstellung das da alle meine Freunde, Eltern, Bekannten an meinem Bett stehen schwer auszuhalten ist.

    Du schreibst „Seit fünf Jahren neigt er dazu, sich zu isolieren, sitzt (meiner Meinung nach) viel zu viel alleine daheim, kümmert sich zu wenig um seine Freundschaften. Er profitiert seit 5 Jahren davon, dass ich nicht depressiv bin, weil er sich immer wieder ohne großen Aufwand bei meinen Aktivitäten anschließen kann und von meiner guten Laune angesteckt wird.“ So schön das ist das Du dich da kümmerst – vielleicht belastet es Ihn auch das da unausgesprochen so eine Schuld von 5 Jahren im Raum steht.

    „dass ich nicht nur G.‘s wichtigster sozialer Kontakt bin – sondern mehr oder weniger sein einziger. Da er nicht in der Lage ist, sich um seine Freundschaften zu kümmern und enge soziale Beziehungen zu seinen Freund*innen aufzubauen, entsteht da ein Druck in Bezug auf unsere Beziehung, der mir nicht gefällt.“ – Weißt Du ganz sicher das er das wirklich möchte, das er nicht nur nicht in der Lage ist sich um Freundschaften zu kümmern sondern das er von Dir möchte das Du das übernimmst?

    Mir fällt das auch schwer, aber ich würde es zwar im Moment begrüßen wenn meine Partnerin das übernehmen würde, aber gleichzeitig fände ich das übergriffig und auf dauer würde es mein Selbst beschneiden und mich abhängig machen.

    Danke für dein Teilen

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    1. Hallo! Erstmal danke für deinen ausführlichen Kommentar und die Denkanstöße!
      Laut G. empfindet er mein Verhalten nicht als übergriffig, sondern ist eher dankbar, dass er immer wieder von mir angestoßen wird. Gleichzeitig hat uns die Therapeutin gestern darauf gebracht, dass genau dieses Verhalten sogar verhindern könnte, dass G. lernt, sich um sich selbst zu kümmern. Wenn wir aus diesem Management-Modus Rauswollen, muss G. für sich und sein Wohlbefinden Verantwortung übernehmen und ich dieses Betütteln und Coachen aufhören. Sonst werden wir nie zurück in eine Leichtigkeit miteinander kommen, in der man auch einfach Mal ein Paar sein darf, das durchs Leben flowt. Das fand ich sehr hilfreich.

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      1. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

        Hallo Clara!

        Ich lese schon seit einer Weile deinen Blog und wollte dir einfach mal schreiben, weil ich mich in vielem wiedererkenne. Ich bin selbst poly und hatte mal eine ganz ähnliche Situation mit meinem Nestingpartner.

        In einer schwierigen Phase – ich hatte gerade eine Trennung hinter mir, die mich ziemlich mitgenommen hat – war er sehr für mich da. Gleichzeitig hat er dabei aber vieles in sich hineingefressen. Er hat sich im Haushalt und im Garten komplett verausgabt, bis er irgendwann völlig ausgebrannt war. Das hat ihn reizbar gemacht, emotional distanziert, manchmal auch richtig durcheinander mit seinen Gedanken.

        Nach deiner Trennung von L. und deiner Krankheit könnte ich mir vorstellen, dass G. sich vielleicht gerade ähnlich ausgelaugt fühlt. Vielleicht ist das ein Grund für sein Verhalten? Ist dir aufgefallen, ob er sich in letzter Zeit stark in Arbeit oder Aufgaben stürzt?

        Mach dir aber keine allzu großen Sorgen – solche Phasen gehen vorüber. Es braucht einfach etwas Zeit, Geduld und manchmal auch ein bisschen Abstand. 💛

        Liebe Grüße!

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      2. Hallo,

        danke deinen Kommentar und das Hoffnung machen!

        G. wirft sich unheimlich in Aufgaben aller Art, ja. Und genau da mische ich mich dann fast Mutterhaft ein und versuche, ihn immer wieder auch daran zu erinnern, dass er auch Pausen braucht. Dabei ist irgendwie die Balance verloren gegangen. Wir hatten aber eine sehr gute Therapiestunde am Wochenende, die uns echt weiter gebracht hat. Darüber will ich jetzt die nächsten Tage bald mal schreiben.

        Auf jeden Fall schön, dass du mitliest! Schreib gerne weitere Kommentare:)

        Liebe Grüße, Clara

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  2. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Hallo Clara!
    Ich lese schon seit einer Weile deinen Blog und wollte dir einfach mal schreiben, weil ich mich in vielem wiedererkenne. Ich bin selbst poly und hatte mal eine ganz ähnliche Situation mit meinem Nestingpartner.
    In einer schwierigen Phase – ich hatte gerade eine Trennung hinter mir, die mich ziemlich mitgenommen hat – war er sehr für mich da. Gleichzeitig hat er dabei aber vieles in sich hineingefressen. Er hat sich im Haushalt und im Garten komplett verausgabt, bis er irgendwann völlig ausgebrannt war. Das hat ihn reizbar gemacht, emotional distanziert, manchmal auch richtig durcheinander mit seinen Gedanken.
    Nach deiner Trennung von L. und deiner Krankheit könnte ich mir vorstellen, dass G. sich vielleicht gerade ähnlich ausgelaugt fühlt. Vielleicht ist das ein Grund für sein Verhalten? Ist dir aufgefallen, ob er sich in letzter Zeit stark in Arbeit oder Aufgaben stürzt?
    Mach dir aber keine allzu großen Sorgen – solche Phasen gehen vorüber. Es braucht einfach etwas Zeit, Geduld und manchmal auch ein bisschen Abstand. 💛
    Liebe Grüße!

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  3. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Hallo Clara!
    Ich lese schon seit einer Weile deinen Blog und wollte dir einfach mal schreiben, weil ich mich in vielem wiedererkenne. Ich bin selbst poly und hatte mal eine ganz ähnliche Situation mit meinem Nestingpartner.
    In einer schwierigen Phase – ich hatte gerade eine Trennung hinter mir, die mich ziemlich mitgenommen hat – war er sehr für mich da. Gleichzeitig hat er dabei aber vieles in sich hineingefressen. Er hat sich im Haushalt und im Garten komplett verausgabt, bis er irgendwann völlig ausgebrannt war. Das hat ihn reizbar gemacht, emotional distanziert, manchmal auch richtig durcheinander mit seinen Gedanken.
    Nach deiner Trennung von L. und deiner Krankheit könnte ich mir vorstellen, dass G. sich vielleicht gerade ähnlich ausgelaugt fühlt. Vielleicht ist das ein Grund für sein Verhalten? Ist dir aufgefallen, ob er sich in letzter Zeit stark in Arbeit oder Aufgaben stürzt?
    Mach dir aber keine allzu großen Sorgen – solche Phasen gehen vorüber. Es braucht einfach etwas Zeit, Geduld und manchmal auch ein bisschen Abstand. 💛
    Liebe Grüße!

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